Über uns

webpflicht.de misst die digitalen Pflichten einer Website – Barrierefreiheit, Impressum, Einwilligung, Herstellerangaben, Grundpreis – und setzt die Behebung im Quellcode um. Diese Seite legt offen, wer dahintersteht, wie wir arbeiten und wo die Grenze unserer Methode verläuft.

Wer dahintersteht

webpflicht.de ist ein Angebot der MAP Handelsgesellschaft mbH, Geschäftsführer Manuel Reichel, Sitz in Ludwigsfelde in Brandenburg. Die vollständigen Angaben nach § 5 DDG stehen im Impressum.

Wie wir prüfen

Ein Crawler, viele Regelwerke. Wir laden die Seiten einmal in einen echten Browser, so wie eine Besucherin sie sieht – und danach sehen sieben Prüfungen dieselben Seiten mit ihrer je eigenen Frage an. Geprüft wird nicht die Startseite allein, sondern eine Auswahl der Seitentypen, die für einen Shop zählen: Kategorie, Produktseite, Warenkorb, Kontakt, Rechtstexte.

Die Barrierefreiheit messen wir nach WCAG 2.1 Stufe AA und EN 301 549 – dem technischen Maßstab, an dem sich auch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz orientiert. Dazu kommt, was ein reines Regelwerkzeug nicht sieht: ob sich jede Schaltfläche mit der Tastatur erreichen lässt und der Fokus dabei sichtbar bleibt, ob ein Video eine Untertitelspur hat oder Ton von selbst startet, und welche Bilder, Links und Schaltflächen keinen Namen tragen.

Die sechs Regelwerke laufen im selben Durchgang: Impressum und Pflichtangaben (§ 5 DDG, Art. 13 DSGVO), was die Seite vor der Einwilligung tut (§ 25 TDDDG), Herstellerangaben im Angebot (Art. 19 GPSR), der Grundpreis (§ 4 PAngV), der Abgleich der genannten gegen die geladenen Dienste (Art. 13 Abs. 1 Buchst. e DSGVO) und die Erklärung zur Barrierefreiheit (§ 14 BFSG). Kommt eine Pflicht hinzu, kommt sie in denselben Lauf – das ist der Grund, warum wir uns nicht nach einem einzelnen Gesetz benannt haben.

Das Ergebnis ist keine Punktzahl und kein Siegel, sondern eine Liste: welcher Verstoß, wie oft, auf welchen Seiten, mit welchem Schweregrad. Diese Liste lässt sich abarbeiten.

Was dabei über viele Websites hinweg herauskommt, legen wir offen: In der Erhebung 2026 stehen die Zahlen aus 85 geprüften Websites mittelständischer Betriebe – mit Methodik, Grenzen und Zitiervorschlag.

Wo die Grenze verläuft

Eine automatisierte Prüfung deckt die maschinell prüfbaren Kriterien ab. Eine vollständige Konformitätsbewertung erfordert zusätzlich manuelle Prüfung.

Das ist kein Kleingedrucktes, sondern der Kern unserer Arbeitsweise. Ein Prüfwerkzeug sieht, ob ein Bild einen Alternativtext hat – nicht, ob dieser Text etwas taugt. Es sieht, ob eine Beschriftung fehlt – nicht, ob die Formulierung verständlich ist.

Bei der Tastatur ziehen wir die Grenze genauer, seit wir sie messen: Wir drücken wirklich Tabulator und sehen nach, wohin der Fokus springt und ob er sichtbar ist. Was wir nicht tun, ist klicken – auf einer fremden Website könnte ein Klick bestellen, abmelden oder löschen. Ob ein Zustand beim Betätigen wirklich umspringt und ob die Reihenfolge für einen Menschen einen Sinn ergibt, prüfen wir deshalb nicht von außen; das gehört in einen beauftragten Fix-Auftrag mit Arbeitskopie. Verständlichkeit und die Frage, ob ein Ablauf für einen Menschen wirklich funktioniert, bleiben ohnehin manuelle Prüfung.

Wir benennen diese Grenze in jedem Bericht, statt sie kleinzureden. Wer Ihnen ein Werkzeug verkauft, das angeblich alles abdeckt, verkauft Ihnen ein Versprechen, das niemand halten kann. Was wir zusagen, ist enger und dafür belastbar:

Wir beheben die messbaren technischen Verstöße nach WCAG 2.1 AA / EN 301 549 und benennen die Pflichtangaben, die nachweislich fehlen – mit Fundort, Norm und Messwert.

Was wir nicht anbieten

Wie eine Umsetzung abläuft

  1. Ausgangsstand messen. Ein Scan vor der ersten Änderung. Ohne ihn gibt es später keinen Nachweis.
  2. In einer Arbeitskopie arbeiten. Nie direkt im Live-System – über einen eigenen Branch, ein Staging-System oder eine gesicherte Kopie.
  3. Beheben. Eindeutige Fälle automatisiert, alles Übrige von Hand. Der Teil, den keine Automatik erledigen kann – Alternativtexte, Beschriftungen, Namen von Bedienelementen – ist der eigentliche Aufwand.
  4. Nachweis erbringen. Ein zweiter Scan und ein Vorher-Nachher-Bericht. Bleiben Befunde offen, werden sie benannt, mit Grund. Ein ehrlicher Restposten ist besser als eine geschönte Null.
  5. Zugang beenden. Spätestens sieben Tage nach Abnahme wird unser Zugang gelöscht.

Unsere eigene Website

Die erste Seite, die ein skeptischer Interessent durch ein Prüfwerkzeug jagt, ist unsere eigene. Deshalb prüfen wir sie bei jeder Änderung mit demselben Scanner, den wir auch bei Kunden einsetzen. Der aktuelle Stand ist in der Erklärung zur Barrierefreiheit dokumentiert.

Falls Ihnen auf diesen Seiten etwas auffällt, das nicht bedienbar ist: Schreiben Sie uns. Das ist kein Höflichkeitssatz – ein Befund auf der eigenen Seite ist der peinlichste, den es gibt, und wir möchten ihn kennen.

Kontakt

Sie haben eine Frage zu einer der Prüfungen oder möchten wissen, was die Umsetzung bei Ihnen kosten würde? Schreiben Sie uns – wir sehen uns Ihre Website an, bevor wir antworten.

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